Patenschaftsprogramm für unsere Schüler:innen

 Im Jahre 2012 startete Good Hope das Patenschaftsprogramm, welches Sponsoren mit unseren Schüler:innen in Kontakt bringt und es dadurch den Schüler:innen ermöglicht, das seither Unmögliche wahr zu machen: nämlich auf die weiterführende Schule (oder Berufsschule) zu gehen.

Obwohl die meisten Schüler:innen bei Good Hope die staatliche Prüfung, die sie verpflichtend nach der Grundschule ablegen müssen, nicht bestanden haben, können sie sehr kreativ und entschlossen sein. Während unseres zweijährigen Vorbereitungsprogramms auf die weiterführende Schule bekommen die Schüler:innen die Möglichkeit, fehlenden Schulstoff aufzuholen und vor allem Englisch zu lernen, so dass sie in der Lage sind, ihre Schulbildung fortzusetzen. Englisch ist die Lehrsprache in allen weiterbildenden Schulen Tansanias, wird jedoch in der Grundschule nur am Rande unterrichtet.

Good Hope greift die Schüler:innen heraus, die eine gute Basis für die weiterführende staatliche Schulbildung haben und hilft ihnen dabei, nach Abschluss der zwei Vorbereitungsjahre entweder eine Berufsausbildungsmöglichkeit oder eine weiterführende Schule zu finden. Obwohl den Schüler:innen kostenloser Schulunterricht im staatlichen System verwehrt wurde, können sie die staatliche Prüfung wiederholen und dann eine private weiterführende Schule besuchen.

Nach der 4. Klasse

Nach vier Jahren an der Mittelschule legen die Schüler:innen ihre Abschlußprüfung ab und beenden die Mittelschule. Wenn die Schüler:innen mit guten Noten bestehen, können sie von der Regierung auserwählt werden, danach wieder in das staatliche Schulsystem einzutreten und die Oberschule zu besuchen (Klassen 5 + 6). Zurzeit werden 50% unserer Student:innen, die die Mittelschule abgeschlossen haben, an der staatlichen Oberschule zugelassen.

In Tansania hat die Regierung ein Mitspracherecht bei der Berufswahl der Schüler:innen. Einige Schüler:innen haben vielleicht Kernfächer in der Mittelschule gewählt, die eher zu einer Berufsausbildung passen als zu einer staatlichen Mittelschule. Deshalb wird diesen Schüler:innen nahegelegt, eine staatliche Fachhochschule zu besuchen. Andere wiederum machen vielleicht mit einer 1- oder 2jährigen von ihren Paten geförderten Berufsausbildung weiter.